Break-even-ACoS vor Black Friday: Warum dein ACoS-Ziel bei Rabatt sinkt
Black Friday ist am 27.11.2026, Cyber Monday am 30.11.2026. In diesen Tagen verkaufst du oft mit Rabatt, aber dein ACoS-Ziel stammt noch aus der Zeit mit dem normalen Preis. Der Rabatt kommt komplett aus deiner Marge und lässt für Werbung viel weniger Platz. Dieser Artikel zeigt an einem Beispiel, wie du den Break-even-ACoS zum Aktionspreis neu berechnest, und gibt dir eine Checkliste für die Zeit vor dem Peak.
Der Break-even-ACoS ist der Werbekostenanteil, bei dem ein Verkauf über Anzeigen genau null Gewinn bringt: Marge vor Werbung geteilt durch Verkaufspreis. Bei Rabattaktionen sinkt er, weil der Rabatt komplett aus der Marge kommt. Beispiel: 40 € Preis, 12 € Marge vor Werbung ergeben 30 % Break-even-ACoS. Bei 20 % Rabatt bleiben 4 € Marge und nur noch 12,5 %. Wer sein ACoS-Ziel nicht an den Aktionspreis anpasst, verliert bei jedem Anzeigenverkauf Geld. Rechne deshalb vor jedem Peak pro Produkt neu. Alle Zahlen hier sind Beispiele, keine Sellantica-Ergebnisse.
Warum der Aktionspreis dein ACoS-Ziel verschiebt
Black Friday ist am 27.11.2026, Cyber Monday am 30.11.2026. In diesen Tagen verkaufst du oft zu einem Aktionspreis. Dein ACoS-Ziel stammt aber meist aus der Zeit mit dem normalen Preis. Das ist die Falle: Der Rabatt senkt nicht nur deinen Umsatz pro Verkauf, er kommt komplett aus deiner Marge. Die Warenkosten und die Amazon-Gebühren bleiben ungefähr gleich hoch, deshalb bleibt für die Werbung viel weniger Platz.
Der Break-even-ACoS ist die Grenze: Liegt dein ACoS darüber, kostet dich jeder Anzeigenverkauf Geld. Liegt er darunter, bleibt etwas übrig.
Break-even-ACoS = Marge vor Werbung / Verkaufspreis x 100
Die Marge vor Werbung ist der Preis minus Warenkosten und Amazon-Gebühren. Rechne in der EU mit dem Preis ohne Mehrwertsteuer.
Beispielrechnung: 20 % Rabatt
Ein Beispiel mit einem erfundenen Produkt. Alle Preise netto, also ohne Mehrwertsteuer. Zur Vereinfachung bleiben Warenkosten und Amazon-Gebühren in Euro gleich hoch. Die Zahlen sind ein Beispiel, keine Durchschnittswerte und keine Ergebnisse von Sellantica.
| Beispiel | Normalpreis | 20 % Rabatt |
|---|---|---|
| Verkaufspreis (netto) | 40 € | 32 € |
| Marge vor Werbung | 12 € | 4 € |
| Break-even-ACoS | 30 % | 12,5 % |
| Werbekosten bei 20 % ACoS | 8 € (Gewinn 4 €) | 6,40 € (Verlust 2,40 €) |
Mit 20 % ACoS bist du beim Normalpreis klar im Plus. Beim Aktionspreis verlierst du mit demselben ACoS bei jedem Verkauf Geld, obwohl die Kampagne von außen genauso aussieht. Wer sein Ziel nicht anpasst, verkauft in der stärksten Woche des Jahres mit Verlust.
Rechne zuerst deine fünf umsatzstärksten Produkte durch. Mehr zur Grundrechnung steht im Artikel Amazon ACoS berechnen, verstehen und senken.
Checkliste vor Black Friday
Die folgenden Punkte sind allgemeine Best Practice aus den unten genannten Quellen. Sie sind keine Leistung von Sellantica und gelten mit jedem Werkzeug oder auch mit einer Tabelle.
- Break-even-ACoS und Gebotsobergrenze neu berechnen: pro Produkt, mit dem Aktionspreis. Ein Gebot, das beim Normalpreis passt, kann beim Aktionspreis zu hoch sein.
- Tagesbudgets aus dem letzten Peak-Tag ableiten: Nimm als Ausgangspunkt, was an deinem stärksten Tag im Vorjahr verbraucht wurde. Hinterlege die Budgetregeln für die Termine, statt um Mitternacht von Hand umzustellen. Amazon Ads nennt für Black Friday und Cyber Monday ein Budgetplus von 20 bis 30 % als Orientierung.
- Skalieren 3 bis 5 Tage vor dem Peak: Amazon Ads empfiehlt, kurz vorher hochzufahren. Bei Black Friday am 27.11. ist das etwa der 22. bis 24.11.
- Lagerreichweite prüfen: Schalte keine Anzeigen auf Produkte, die kurz vor dem Ausverkauf stehen. Du zahlst für Klicks, die nicht mehr kaufen können.
- Ergebnis erst 7 Tage nach dem Klick bewerten: Bei Sponsored Products zählt Amazon Verkäufe bis zu 7 Tage nach dem Klick. Zahlen vom Peak-Tag selbst sind noch unvollständig.
- Am 01.12. zurücksetzen: Setze die Ziele wieder auf die normale Marge. Lerne nichts aus der besten Woche des Jahres für den Rest des Jahres, denn Rabatt und Nachfrage verzerren die Zahlen.
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Kostenlos startenWie Sellantica dabei helfen kann
Die Rechnung kannst du in einer Tabelle selbst führen. Mit vielen Produkten wird das mühsam, weil die Zahlen aus mehreren Berichten kommen. Drei Funktionen von Sellantica unterstützen dich in dieser Phase:
- Produkt-P&L: Du siehst Gewinn und Verlust nach ASIN, SKU und Kollektion mit Warenkosten (COGS), Amazon-Gebühren und PPC-Kosten. So erkennst du, welche Produkte beim Aktionspreis noch Luft haben. Voraussetzung ist die Verbindung zu Amazon über die SP-API.
- Bestandsplanung: Die Bestandsplanung für FBA und FBM zeigt Reichweite, Nachbestellbedarf und Hinweise auf drohende Ausverkäufe. So vermeidest du Anzeigen auf Produkte, die bald nicht mehr lieferbar sind.
- Dayparting: Dayparting arbeitet mit der stündlichen Performance (Stunden-Heatmap, Zeitpläne mit Freigabe). Du siehst, zu welchen Stunden sich Anzeigen lohnen, und bestätigst die Zeitpläne selbst. Voraussetzung ist der Amazon Marketing Stream. Mehr dazu im Artikel Amazon Dayparting: Zur richtigen Zeit werben.
Häufige Fragen
Wie berechne ich den Break-even-ACoS?
Teile die Marge vor Werbung durch den Verkaufspreis. Die Marge vor Werbung ist der Preis ohne Mehrwertsteuer minus Warenkosten und Amazon-Gebühren. Beispiel: 12 € Marge bei 40 € Preis ergeben 30 %. Bei 20 % Rabatt bleiben 4 € Marge bei 32 € Preis, also 12,5 %.
Wann starte ich die Peak-Budgets?
Amazon Ads empfiehlt, einige Tage vor dem Peak zu skalieren, nämlich 3 bis 5 Tage vorher. Bei Black Friday am 27.11.2026 ist das etwa der 22. bis 24.11. Lege die Budgetregeln für die Termine vorher fest, statt um Mitternacht von Hand umzustellen.
Wie lange warte ich mit der Auswertung?
Bei Sponsored Products zählt Amazon Verkäufe bis zu 7 Tage nach dem Klick. Bewerte Klicks vom Black Friday deshalb erst ab dem 04.12. und Klicks vom Cyber Monday erst ab dem 07.12. vollständig.
Was mache ich nach Cyber Monday?
Setze am 01.12. deine Ziele auf die normale Marge zurück. Übernimm nichts aus der besten Woche des Jahres in deine normalen Einstellungen, denn der Rabatt und die hohe Nachfrage verzerren die Zahlen.
Welche Sellantica-Funktionen helfen vor Black Friday?
Der Produkt-P&L nach ASIN, SKU und Kollektion zeigt Warenkosten (COGS), Amazon-Gebühren und PPC-Kosten. Die Bestandsplanung FBA/FBM zeigt Reichweite, Nachbestellbedarf und Stock-out-Hinweise. Dayparting arbeitet mit stündlicher Performance (Stunden-Heatmap, Zeitpläne mit Freigabe) und braucht den Amazon Marketing Stream.
Fazit: Erst neu rechnen, dann Budget geben
Ein Rabatt ist ein Kostenfaktor für deine Werbung, nicht nur ein Preisschild. Rechne vor Black Friday pro Produkt den Break-even-ACoS zum Aktionspreis neu, plane Budgets und Bestand vorher und warte mit der Bewertung bis zum Ende des Zuordnungsfensters. Am 01.12. stellst du alles auf die normale Marge zurück.
Quellen und Stand
Alle Quellen wurden am 01.11.2026 abgerufen. Es sind Anbieterangaben und Blogs, die Zahlen darin sind ungeprüft. Wir nutzen sie als allgemeine Best Practice, nicht als Belege für Ergebnisse von Sellantica.
- Mirox, "Amazon PPC in Q4 2026" (Stand 30.09.2026): Break-even-Rechnung, Budgets, 7-Tage-Regel, Zurücksetzen am 01.12. Abgerufen am 01.11.2026.
- growwithba.com, "Amazon Q4 PPC Strategy 2026": Phasenplan, Budgetregeln, Pause bei Ausverkauf. Abgerufen am 01.11.2026.
- Amazon Ads, Holiday Advertising Guide 2026 (advertising.amazon.com): Dreiphasen-Zeitplan, Budgetplus von 20 bis 30 % um Black Friday und Cyber Monday, Skalieren 3 bis 5 Tage vorher. Abgerufen am 01.11.2026.
- daniks.ai, Q4-Guide 2026 (Herstellerblog): Dayparting, Gebotsobergrenze. Abgerufen am 01.11.2026.
Zuletzt aktualisiert: 05.11.2026. Nächste Aktualisierung: 02.01.2027.